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Press review - Radioindy - Ode To Brother Horn

Pressespiegel press review :: hardharderheavy.de

Auch heutzutage gibt es noch Bands, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen möchten. Eloah ist so eine Band. Obwohl, Band ist eigentlich der falsche Ausdruck. Eloah sind vielmehr ein Zusammenschluss von Künstlern aus aller Welt, die sich neben der Musik auch der Malerei und der Poesie widmen. Das vierzehnköpfige (!) musikalische Konglomerat möchte sich stilistisch in keinster Weise limitieren lassen, was sie mit ihrem neuesten Album THE ART OF LOVING eindrucksvoll belegen. Auf dem Album bilden daher Einflüsse aus Art Rock, Avantgarde, Folklore, Jazz, Alternative oder New Age eine ebenso ungewöhnliche wie interessante Einheit. Mal hört man die frühen Pink Floyd (die ATOM HEART MOTHER-Phase) heraus, mal werden Erinnerungen an King Crimson, Simon & Garfunkel (der Titelsong) oder Captain Beefheart geweckt. Garniert wird das Ganze mit einem "Wall of Sound" aus Gitarren, orchestralen Chorgesängen, romantischen Flöten- und Saxophon-Tönen oder gar avantgardistischen Wendungen innerhalb der Songs. Was THE ART OF LOVING insbesondere auszeichnet ist die Gelassenheit, mit der Eloah hier zu Werke gegangen sind. Man gibt den Songs alle Zeit der Welt, sich aufzubauen, der Gesang taucht in die tiefsten Tiefen der Melancholie, um im nächsten Moment von harten Gitarren flankiert zu werden. Trotz der ungewöhnlich hohen Anzahl verschiedenster Instrumente wirken die Songs nie überladen, hier wird sehr songdienlich und ökonomisch gehaushaltet. Eine Track-by-Track-Bewertung macht an dieser Stelle keinen Sinn, THE ART OF LOVING sollte als Gesamtkunstwerk gesehen werden. Wer keine Berührungsängste mit Musikrichtungen wie Folk, Avantgarde, Weltmusik und Jazz hat, eingebettet in einen künstlerischen Kontext, der kann hier ruhig einmal ein oder besser zwei Ohren riskieren. Man sollte sich jedoch genügend Zeit für diese Klangreise nehmen, die selbst erfahrene Musikliebhaber an ihre Belastungsgrenze bringen könnte. Kein Album für den Mainstream. Kunstvoll! Fazit: Art Rocker aufgehorcht, Eloah dürften euer Interesse wecken. Was die 14-köpfige Band (oder vielleicht sollte man hier besser von einem Orchester sprechen) uns auf THE ART OF LOVING kredenzt ist ein äußerst interessanter Mix aus New Art Rock, New Age, Jazz, Rock, Avantgarde und Alternative. Eloah bewegen sich hier zumeist außerhalb üblicher Songstrukturen. Ungewöhnliche Instrumentierung, genreübergreifende, ausufernde Kompositionen und filigrane Arrangements finden sich auf THE ART OF LOVING ebenso wieder, wie wohlklingende Melodien. Keine Platte, die man nebenbei hören kann, sondern eine höchst ungewöhnliche und interessante Stilmischung, die ob ihrer überraschenden Wendungen keine Langeweile aufkommen lässt. Ein Kopfhörer-Album, keine Frage. Aber eines, das sich lohnt entdeckt zu werden!

Anspieltipps: "Armageddon", "The Art of Loving", "The Fly"

5/7 Punkten